Edelstahlschrauben: A2 oder A4 verwenden?

Von | 26. März 2019
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Edelstahlschrauben unterscheiden sich nicht nur durch die Länge und das Gewinde voneinander, sondern auch durch das genaue Material, auf dem sie bestehen. Aufgrund unterschiedlicher Legierungen und Zusammensetzungen gibt es verschiedene Edelstahlsorten. Meistens wird A2 oder A4 Edelstahl verwendet.

Beide Sorten haben entscheidende Gemeinsamkeiten. So rosten sie beispielsweise nicht, sind sehr fest, stabil und eben auch besonders langlebig. Daher können sowohl die A2 als auch die A4 Schrauben im Innen- und Außenbereich verwendet werden. Obwohl sich beide Schraubenarten sehr ähnlich sind, kommen sie teils für unterschiedliche Anwendungen infrage.

Was zeichnet A2 Edelstahlschrauben aus und wann werden sie eingesetzt?

Da A2 Edelstahlschrauben unter vielen Bedingungen nicht rosten, können sie ohne Bedenken im Außenbereich eingesetzt werden, solange sich der Einsatzort nicht in Küstennähe befindet. Zwar sind diese Schrauben langlebig und korrosionsbeständig. Das Material ist aber nicht ausreichend vor Meersalz geschützt. Gerade auf Inseln oder auch im Küstenbereich besteht daher die Gefahr, dass die Schrauben durch den Salzgehalt beschädigt werden und an Stabilität verlieren. Sie bieten sich nicht für den Einsatz unter Wasser an. Hier würden sie durch die permanente Nässe irgendwann Rost ansetzen.

Darüber hinaus sollten sie auch nicht mit Säure in Berührung kommen. Diese hat einen ähnlichen Effekt wie Salz und permanentes Wasser. Mit einem feuchten Klima an sich haben diese Schrauben übrigens kein Problem. Daher kommen die A2 Schrauben also durchaus für den Einsatz beim Terrassenbau infrage. A2 Edelstahlschrauben sollten allerdings nicht verwendet werden, wenn sie permanent mit Chlorwasser in Kontakt kommen. In diesem Wasser ist ebenso Säure enthalten. Sie bieten sich daher nicht für Poolumrandungen an.

Was zeichnet A4 Edelstahlschrauben aus und wann werden sie eingesetzt?

A4 Edelstahlschrauben sind genauso robust wie die A2 Ausführung, sie haben aber einen entscheidenden Vorteil. Sie sind ebenso beständig gegenüber Säure und Meerwasser. Das heißt vereinfacht gesagt: Für alle Projekte, bei denen die A2 Schrauben an ihre Grenzen stoßen, sind die A4 Ausführungen gut geeignet. Weder der Einfluss von Säure noch die Montage unter Wasser können diesen Schrauben etwas anhaben. Sie rosten nicht und bewahren sich lange ihre Stabilität.

A4 Edelstahlschrauben eignen sich besonders gut für Haushalte, die in Küstennähe anzutreffen sind. Hier können Sie für Poolumrandungen, Zäune, Gartenhäuser und auch Holzmöbel verwendet werden. Weiterhin werden sie bevorzugt in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, da auch hier immer wieder Säuren auf das Material einwirken können. Die Säurebeständigkeit sorgt dafür, dass sie sich ebenso als Montagematerial in der Chemieindustrie durchgesetzt haben.

A4 Edelstahlschrauben sind besonders robust gegenüber Säure und Meerwasser und eignen sich daher unter anderem perfekt für den Einsatz in Küstennähe und in der chemischen Industrie. ©Stefano Carnevali/123RF

Fazit

Für viele Projekte reichen die A2 Schrauben tatsächlich aus. Sie bieten im Außenbereich eine ebenso sichere Anwendung wie drinnen. Wer jedoch in Küstennähe oder auf einer Insel wohnt, sollte immer A4 Edelstahlschrauben nutzen. Diese sind salz- und säurebeständig, sodass einer langen Nutzungsdauer nichts im Weg steht. Ist nicht zu befürchten, dass die Schrauben mit einer der beiden Substanzen in Kontakt kommen, ist eine Verwendung der A4 Edelstahlschrauben aufgrund des höheren Kostenaufwand nichts erforderlich.

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