Drehfähige Metalle: Welche Werkstoffe sich gut drehen lassen

Von | 16. Mai 2026
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Zu den gut drehfähigen Metallen gehören vor allem Aluminium, Messing, Automatenstahl, viele unlegierte Stähle und Bronze. Edelstahl, Kupfer und Magnesium lassen sich ebenfalls drehen, stellen aber je nach Legierung, Werkzeug, Schnittgeschwindigkeit, Kühlung und Erfahrung höhere Anforderungen.

Das Drehen ist ein Bearbeitungsprozess, bei dem ein Schneidwerkzeug, typischerweise ein nicht rotierender Meißel, Material vom Werkstück abträgt, während sich das Werkstück dreht. Das bedeutet, dass es sich beim Werkstück meist um Rundmaterial handelt, zum Beispiel Stangen, Wellen, Bolzen, Buchsen oder Rohre.

In der Regel werden beim Drehen Metalle bearbeitet, aber auch Kunststoffe können durch Drehen in Form gebracht werden. Bei der Bearbeitung von Holz mit einem ähnlichen Prozess spricht man dagegen vom Drechseln.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Metalle sich gut drehen lassen, worauf es bei Aluminium, Messing, Stahl, Edelstahl, Kupfer und Bronze ankommt und welche Fehler beim Drehen häufig auftreten. Passende Werkzeuge und Zubehör finden Sie auch im Bereich Werkzeuge, Bohrer und Schrauben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Besonders gut drehfähige Metalle sind Messing, Aluminium, Automatenstahl und viele unlegierte Stähle.
  • Edelstahl ist drehbar, aber anspruchsvoller, weil Werkzeug, Schnittwerte und Kühlung genauer abgestimmt werden müssen.
  • Kupfer ist weich und zäh und kann beim Drehen schmieren, wenn Werkzeuggeometrie und Schnittdaten nicht passen.
  • Bronze lässt sich je nach Legierung gut bearbeiten und wird häufig für Buchsen, Lager und technische Bauteile genutzt.
  • Für Anfänger sind Aluminium, Messing und leicht zerspanbare Stähle meist besser geeignet als Edelstahl, Kupfer oder Magnesium.

Drehfähige Metalle im Überblick

Nicht jedes Metall lässt sich gleich gut drehen. Die Drehbarkeit hängt von Werkstoff, Legierung, Härte, Zähigkeit, Wärmeleitfähigkeit, Spanbildung, Werkzeugmaterial und Kühlung ab. Die folgende Tabelle gibt eine praxisnahe Orientierung.

Metall Drehbarkeit Typische Vorteile Worauf achten?
Aluminium Gut bis sehr gut Leicht, gut zerspanbar, schnelle Bearbeitung möglich Kann zum Schmieren neigen; scharfe Werkzeuge und passende Kühlung verwenden.
Messing Sehr gut Kurze Späne, gute Oberflächen, einfach zu bearbeiten Legierung beachten; bei manchen Sorten Staub und Späne sorgfältig entfernen.
Stahl Gut, je nach Sorte Robust, vielseitig, für viele technische Bauteile geeignet Härte, Kohlenstoffgehalt und Legierung beeinflussen die Bearbeitung stark.
Edelstahl Mittel bis anspruchsvoll Korrosionsbeständig, hochwertig, technisch vielseitig Neigt zur Kaltverfestigung; passende Schnittwerte und Kühlung wichtig.
Kupfer Mittel Sehr gute Leitfähigkeit, dekorativ, technisch relevant Weich und zäh; kann schmieren und lange Späne bilden.
Bronze Gut, je nach Legierung Geeignet für Buchsen, Lager und verschleißfeste Bauteile Legierungsbestandteile und Härte beachten.

Ratgeber: Fragen, mit denen Sie sich beschäftigen sollten, bevor Sie drehfähige Metalle kaufen

In unserem Ratgeber-Bereich finden Sie wissenswerte Informationen und Antworten auf häufige Fragen, die sich auf drehfähige Metalle beziehen. Vor dem Kauf sollten Sie nicht nur den Werkstoff selbst betrachten, sondern auch den späteren Einsatz des Bauteils.

  • Welche Festigkeit muss das Bauteil haben?
  • Ist Korrosionsbeständigkeit wichtig?
  • Wird eine besonders glatte Oberfläche benötigt?
  • Soll das Werkstück später gebohrt, geschnitten oder verschraubt werden?
  • Handelt es sich um Einzelstücke, Prototypen oder Serienfertigung?
  • Welche Maschine, Werkzeuge und Spannmittel stehen zur Verfügung?

Was ist der Unterschied zwischen Drehen und Bohren?

Normalerweise steht der Begriff „Drehen“ für die Erzeugung von Außenflächen durch spanabhebendes Schneiden. Die im Wesentlichen ähnliche Schneidaktion auf zylindrische Innenflächen, also Löcher, wird als Bohren bezeichnet. So kategorisiert der Begriff „Drehen und Bohren“ eine größere Familie ähnlicher Prozesse, die jedoch unterschiedliche Ziele verfolgen.

Beim Drehen rotiert in der Regel das Werkstück, während das Werkzeug Material abträgt. Beim Bohren rotiert meist das Werkzeug und erzeugt eine zylindrische Bohrung. Das Erzeugen von ebenen Flächen am Werkstück, also Flächen senkrecht zur Drehachse, wird als Planen bezeichnet.

Welche Maschinen gibt es zum Drehen?

Das Drehen kann manuell mit einer traditionellen Drehmaschine erfolgen. Diese Form erfordert eine ständige Überwachung durch den Bediener und Erfahrung bei Vorschub, Drehzahl, Werkzeugführung und Kühlung.

Alternativ kann das Drehen auf einer automatisierten Drehmaschine erfolgen. Hier verläuft der Herstellungsprozess weitgehend automatisch. Programmierung, Einrichtung und Überwachung bleiben jedoch Aufgabe des Anwenders. Dabei spricht man auch von CNC-Drehen, also der Automatisierung durch computergestützte numerische Steuerung.

Welche Metalle werden zum Drehen verwendet?

Grundsätzlich können viele Metalle durch Drehen bearbeitet werden. In der Praxis unterscheiden sie sich jedoch stark darin, wie leicht sie zu zerspanen sind und welche Oberflächenqualität erreichbar ist. Besonders häufig werden diese Werkstoffe verwendet:

  • Werkzeugstahl
  • Automatenstahl und unlegierter Stahl
  • Edelstahl
  • Aluminium
  • Messing
  • Kupfer
  • Bronze
  • Magnesium

Werkzeugstahl

Werkzeugstahl bezeichnet eine Vielzahl von Kohlenstoff- und Legierungsstählen, die sich besonders gut für die Herstellung von Werkzeugen eignen. Ihre Eignung ergibt sich aus der ausgeprägten Härte, Abrieb- und Verformungsbeständigkeit sowie der Fähigkeit, eine Schneidkante bei erhöhten Temperaturen zu halten. Dadurch eignen sich Werkzeugstähle für den Einsatz bei der Formgebung anderer Werkstoffe.

Werkzeugstähle mit einem Kohlenstoffgehalt zwischen 0,5 % und 1,5 % werden unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen hergestellt, um die gewünschte Qualität zu erreichen. Das Vorhandensein von Karbiden in ihrer Matrix spielt eine wichtige Rolle bei den Eigenschaften von Werkzeugstahl. Die vier wichtigsten Legierungselemente, die Karbide in Werkzeugstahl bilden, sind Wolfram, Chrom, Vanadium und Molybdän.

Es gibt verschiedene Gruppen von Werkzeugstählen: wasserhärtende, kaltarbeitende, stoßfeste, schnellarbeitende und warmarbeitende Werkzeugstähle sowie Werkzeugstähle für spezielle Zwecke. Die Auswahl des betreffenden Werkzeugstahls zum Drehen hängt von Kosten, Betriebstemperatur, Oberflächenhärte, Festigkeit, Stoßfestigkeit und Zähigkeit ab.

Stahl und Automatenstahl

Viele unlegierte und niedriglegierte Stähle lassen sich gut drehen, wenn Werkzeug, Drehzahl und Vorschub richtig gewählt werden. Besonders gut zerspanbar sind Automatenstähle, die für spanende Bearbeitung optimiert sind. Sie bilden oft günstigere Späne und ermöglichen wirtschaftliche Bearbeitung.

Bei normalen Baustählen hängt die Drehbarkeit stärker von Zusammensetzung, Festigkeit und Wärmebehandlung ab. Weiche Stähle können zäh wirken, härtere Stähle erhöhen den Werkzeugverschleiß. Für saubere Ergebnisse sind passende Schneidplatten, Kühlung und stabile Spannbedingungen wichtig.

Edelstahl

In der Metallurgie bezeichnet Edelstahl, auch bekannt als Inox-Stahl oder rostfreier Stahl, eine Stahllegierung mit einem Mindestgehalt von 10,5 Massenprozent Chrom und einem Höchstgehalt von 1,2 Massenprozent Kohlenstoff.

Rostfreie Stähle zeichnen sich vor allem durch ihre Korrosionsbeständigkeit aus, die mit steigendem Chromgehalt zunimmt. Zugaben von Molybdän erhöhen die Korrosionsbeständigkeit bei Säuren und gegen Lochfraß in chloridhaltiger Umgebung. So gibt es zahlreiche Edelstahlsorten mit unterschiedlichen Chrom- und Molybdängehalten, je nach Umgebung, in der die Legierung eingesetzt werden muss.

Die Korrosionsbeständigkeit, der geringe Wartungsaufwand und der bekannte Glanz machen Edelstahl zu einem idealen Werkstoff für viele Anwendungen, bei denen sowohl Festigkeit als auch Korrosionsbeständigkeit gefordert sind.

Edelstahl ist die erste Wahl bei Anwendungen, bei denen sowohl die Festigkeit des Stahls als auch die Korrosionsbeständigkeit gefordert sind. (Foto: ©Alexander Volkov / 123RF)

Beim Drehen ist Edelstahl anspruchsvoller als viele unlegierte Stähle. Je nach Sorte kann Edelstahl zur Kaltverfestigung neigen, wodurch das Material bei ungünstigen Schnittwerten schwerer bearbeitbar wird. Deshalb sind scharfe Werkzeuge, stabile Spannung, geeignete Kühlung und passende Vorschübe besonders wichtig.

Aluminium

Aluminium zeichnet sich durch seine geringe Dichte und seine Korrosionsbeständigkeit durch Passivierung aus. Aluminium und seine Legierungen sind für viele Industrien von entscheidender Bedeutung. Daher wird Aluminium auch in der spanabhebenden Fertigung, unter anderem beim Drehen, häufig eingesetzt.

Aluminium lässt sich oft gut bis sehr gut drehen. Es ermöglicht hohe Schnittgeschwindigkeiten und eignet sich auch für Einsteiger, wenn scharfe Werkzeuge verwendet werden. Allerdings können manche Aluminiumlegierungen zum Schmieren oder Aufbauschneiden neigen. Eine passende Werkzeuggeometrie und geeignete Kühlung verbessern die Oberfläche deutlich.

Messing

Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink, deren Anteile variiert werden können, um unterschiedliche mechanische und elektrische Eigenschaften zu erreichen. Messing kann kleine Anteile weiterer Elemente enthalten, etwa Arsen, Blei, Phosphor, Aluminium, Mangan oder Silizium.

Messing wird zur Dekoration wegen seiner glänzenden, goldfarbenen Optik verwendet und kommt zudem für Anwendungen zum Einsatz, bei denen geringe Reibung erforderlich ist. Beispiele sind Schlösser, Zahnräder, Lager, Türknöpfe, Munitionshülsen und Ventile.

Aufgrund seiner vergleichsweise guten Zerspanbarkeit eignet sich Messing zum Drehen sehr gut. Es bildet häufig kurze Späne, ermöglicht saubere Oberflächen und ist deshalb auch für viele Anfänger leichter zu bearbeiten als Edelstahl oder Kupfer.

Kupfer

Kupfer wird wegen seiner sehr guten elektrischen und thermischen Leitfähigkeit häufig für technische Bauteile, Kontakte, Leitungen und dekorative Anwendungen eingesetzt. Beim Drehen ist Kupfer jedoch nicht immer einfach, obwohl es vergleichsweise weich ist.

Der Grund liegt in seiner Zähigkeit: Kupfer kann schmieren, lange Späne bilden und zu einer weniger sauberen Oberfläche führen, wenn Werkzeuggeometrie, Schnittgeschwindigkeit und Kühlung nicht passen. Sehr scharfe Werkzeuge, passende Schneidwinkel und eine stabile Bearbeitung sind deshalb besonders wichtig.

Bronze

Bronze ist eine Legierung, die meist auf Kupfer und Zinn basiert. Je nach Zusammensetzung kann Bronze sehr unterschiedliche Eigenschaften haben. Viele Bronzelegierungen lassen sich gut drehen und werden für Buchsen, Lager, Gleitflächen, Schneckenräder oder technische Verschleißteile verwendet.

Beim Drehen von Bronze ist die konkrete Legierung entscheidend. Einige Sorten sind sehr gut zerspanbar, andere sind härter oder abrasiver und beanspruchen das Werkzeug stärker. Für technische Bauteile sollte deshalb immer geprüft werden, welche Bronzelegierung vorliegt.

Magnesium

Magnesium ist das drittmeist verwendete Strukturmetall nach Eisen und Aluminium. Die Hauptanwendungen von Magnesium liegen unter anderem in Aluminiumlegierungen, im Druckguss, in der Schwefelentfernung bei der Herstellung von Eisen und Stahl sowie in der Herstellung von Titan. Magnesium wird außerdem in starken, leichten Materialien und Legierungen eingesetzt.

Historisch gesehen war Magnesium eines der wichtigsten Baumetalle der Luft- und Raumfahrt. In der zivilen Luft- und Raumfahrtindustrie wurde Magnesium aufgrund von Brand- und Korrosionsgefahren im Allgemeinen auf bestimmte Komponenten beschränkt. Heute nimmt der Einsatz von Magnesiumlegierungen in ausgewählten Anwendungen wieder zu, vor allem dort, wo geringes Gewicht wichtig ist.

Bei der Verarbeitung von Magnesium, somit auch beim Drehen, sind besondere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Magnesium und seine Legierungen können explosionsgefährlich sein; in reiner Form sind sie als Späne, Pulver oder Band sehr leicht entzündlich. Bei der Arbeit mit Magnesium werden Schutzbrillen eingesetzt, da bei der Verbrennung ultraviolettes Licht entsteht, das die Netzhaut dauerhaft schädigen kann. Magnesium muss beim Drehen unbedingt mit einem geeigneten Mittel gekühlt werden.

Alle hier aufgeführten Metalle können beim Drehen als Vollmaterial, Stangenware oder in Rohrform verwendet werden. Entscheidend ist, dass Material, Werkzeug, Maschine und Sicherheitsmaßnahmen zueinander passen.

Welche Metalle sind für Anfänger leichter zu drehen?

Für Anfänger sind Metalle empfehlenswert, die gutmütig zerspanbar sind, eine saubere Spanbildung ermöglichen und keine extremen Anforderungen an Werkzeug oder Kühlung stellen.

Für Anfänger geeignet? Metall Warum?
Sehr gut Messing Gute Zerspanbarkeit, kurze Späne, saubere Oberflächen.
Gut Aluminium Leicht zu bearbeiten, schnelle Ergebnisse, gute Verfügbarkeit.
Gut bis mittel Automatenstahl Für spanende Bearbeitung optimiert, oft gut kontrollierbare Späne.
Mittel Unlegierter Stahl Gut drehbar, aber abhängig von Festigkeit und Wärmebehandlung.
Eher anspruchsvoll Edelstahl Neigt je nach Sorte zu Kaltverfestigung und höherem Werkzeugverschleiß.
Eher anspruchsvoll Kupfer Weich und zäh, kann schmieren und lange Späne bilden.

Für erste Drehversuche sind Messing und Aluminium besonders beliebt. Wer Stahl bearbeiten möchte, sollte mit gut zerspanbaren Sorten beginnen und sich erst später an Edelstahl oder schwierige Legierungen herantasten.

Worauf kommt es beim Drehen von Metall an?

Ein gutes Ergebnis beim Drehen hängt nicht nur vom Metall ab. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Maschine, Werkzeug, Spannung, Schnittwerten, Kühlung und Erfahrung.

  • Werkstoff: Härte, Zähigkeit, Legierung und Wärmebehandlung beeinflussen die Drehbarkeit deutlich.
  • Werkzeugmaterial: HSS, Hartmetall oder beschichtete Schneidplatten müssen zum Material passen.
  • Werkzeuggeometrie: Schneidwinkel, Spanwinkel und Schneidenradius beeinflussen Spanbildung und Oberfläche.
  • Drehzahl und Vorschub: Zu hohe oder zu niedrige Werte können schlechte Oberflächen, Werkzeugverschleiß oder Rattern verursachen.
  • Kühlung und Schmierung: Besonders bei Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Magnesium spielt die richtige Kühlung eine wichtige Rolle.
  • Spannung des Werkstücks: Das Rundmaterial muss sicher und zentrisch gespannt sein.
  • Spanabfuhr: Lange Späne können gefährlich sein und die Oberfläche beschädigen.

Auch nach dem Drehen können weitere Bearbeitungsschritte erforderlich sein, etwa Entgraten, Bohren oder das Schneiden von Gewinden. Für Gewindearbeiten kann ergänzend ein passendes Schneideisen eingesetzt werden.

Häufige Fehler beim Drehen von Metall

  • Falsche Schnittgeschwindigkeit: Zu hohe Werte können Werkzeugverschleiß und schlechte Oberflächen verursachen, zu niedrige Werte können Rattern begünstigen.
  • Stumpfes Werkzeug: Eine stumpfe Schneide erhöht die Schnittkräfte und verschlechtert die Oberfläche.
  • Ungeeignete Kühlung: Besonders bei Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Magnesium kann falsche oder fehlende Kühlung problematisch sein.
  • Werkstück schlecht gespannt: Unsichere Spannung führt zu Rundlauffehlern, Vibrationen und gefährlichen Situationen.
  • Material falsch eingeschätzt: Edelstahl, Kupfer oder Magnesium erfordern andere Einstellungen als Aluminium oder Messing.
  • Späne nicht kontrolliert: Lange oder heiße Späne können gefährlich sein und die Werkstückoberfläche beschädigen.
  • Keine Probebearbeitung: Bei unbekannten Werkstoffen ist ein Test an einem Reststück sinnvoll, bevor das eigentliche Bauteil bearbeitet wird.

Häufige Fragen zu drehfähigen Metallen

Welche Metalle lassen sich gut drehen?

Gut drehen lassen sich vor allem Messing, Aluminium, Automatenstahl, viele unlegierte Stähle und je nach Legierung auch Bronze. Edelstahl und Kupfer sind drehbar, aber meist anspruchsvoller.

Welches Metall ist für Anfänger beim Drehen geeignet?

Für Anfänger eignen sich Messing und Aluminium besonders gut. Beide Materialien sind vergleichsweise gut zerspanbar und ermöglichen meist schnell erkennbare Ergebnisse. Auch Automatenstahl kann für erste technische Drehteile geeignet sein.

Welche Metalle lassen sich gut drehen?

Lässt sich Edelstahl gut drehen?

Edelstahl lässt sich drehen, ist aber anspruchsvoller als viele unlegierte Stähle. Je nach Sorte kann Edelstahl zur Kaltverfestigung neigen. Deshalb sind passende Schnittwerte, scharfe Werkzeuge und Kühlung wichtig.

Warum lässt sich Messing gut drehen?

Messing ist vergleichsweise gut zerspanbar, bildet häufig kurze Späne und ermöglicht saubere Oberflächen. Deshalb wird es oft für technische und dekorative Drehteile verwendet.

Ist Aluminium gut drehbar?

Ja, viele Aluminiumlegierungen lassen sich gut drehen. Wichtig sind scharfe Werkzeuge, geeignete Schnittwerte und bei Bedarf Kühlung, damit das Material nicht schmiert und die Oberfläche sauber bleibt.

Warum ist Kupfer beim Drehen schwieriger?

Kupfer ist weich, aber zäh. Dadurch kann es schmieren, lange Späne bilden und schlechtere Oberflächen erzeugen, wenn Werkzeuggeometrie und Schnittdaten nicht passen.

Kann man Bronze drehen?

Ja, viele Bronzelegierungen lassen sich gut drehen. Bronze wird häufig für Buchsen, Lager und technische Bauteile verwendet. Die genaue Bearbeitbarkeit hängt jedoch stark von der Legierung ab.

Was ist beim Drehen von Magnesium wichtig?

Beim Drehen von Magnesium sind besondere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, weil Späne und Pulver leicht entzündlich sein können. Geeignete Kühlung, Schutzbrille und sorgfältige Spanabfuhr sind besonders wichtig.

Fazit

Drehfähige Metalle unterscheiden sich deutlich in ihrer Bearbeitbarkeit. Besonders gut lassen sich Messing, Aluminium, Automatenstahl und viele unlegierte Stähle drehen. Edelstahl, Kupfer, Bronze und Magnesium können ebenfalls bearbeitet werden, stellen aber je nach Legierung und Anwendung höhere Anforderungen.

Für Anfänger sind gut zerspanbare Materialien wie Messing oder Aluminium meist die beste Wahl. Wer präzisere technische Bauteile fertigen möchte, sollte Werkstoff, Werkzeug, Schnittgeschwindigkeit, Vorschub, Kühlung und Spannung sorgfältig aufeinander abstimmen.

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One thought on “Drehfähige Metalle: Welche Werkstoffe sich gut drehen lassen

  1. Udo Dirks

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