Ordnung in der Werkstatt: Ganz einfach, mit dem richtigen Ordnungssystem

Von | 13. März 2019
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In der Werkstatt werden Ideen entwickelt und umgesetzt. Es werden diverse Dinge verstaut und untergebracht. Diese sollten aber auch schnell wieder aufgefunden werden. Wirklich Spaß macht das Werkeln nur, wenn alles an seinem Platz ist, Sie die Übersicht behalten und die Werkzeuge leicht erreicht werden können. Ganz gleich, ob sich die Werkstatt im Keller befindet oder in der Garage untergebracht wurde, in jedem Raum können effiziente Lösungen für die Aufbewahrung von Werkzeug gefunden werden.

Warum sollte in der Werkstatt Ordnung herrschen?

Ist in der Werkstatt alles an seinem Platz, sieht dies nicht nur optisch einfach besser aus, die Arbeit gestaltet sich dadurch einfacher und vor allem sicherer. Lose Kabel, herumliegender Abfall, ungeschützte Sägeblätter und achtlos liegen gelassene Hammer können schnell zu Unfallgefahren werden.

Werkzeuge sollten immer griffbereit und jederzeit auffindbar sein. Sonst kann die Lust am Heimwerken schnell in Frust umschlagen. Das Problem in unaufgeräumten Werkstätten ist das Benutzen von Werkzeugen und das anschließende Versäumen der ordnungsgemäßen Aufbewahrung. Daher sollten Sie den Werkzeugen einen festen Platz zuweisen und für die passenden Aufbewahrungssysteme sorgen.

Die wichtigsten Argumente für Ordnung in der Werkstatt sind in folgender Übersicht zusammengefasst:

ArgumentErläuterung
Unordnung und SchmutzIn einer unaufgeräumten Werkstatt herrscht das pure Chaos. Neben der Unordnung wird auch Schmutz zum Problem.
Aufwendige SucheDie Suche nach dem passenden Werkzeug kann sich aufwendig gestalten. Besonders nach Kleinteilen muss lange gesucht werden, wenn sie keinen festen Platz zugewiesen bekommen.
ZeitverschwendungDurch die Suche nach Werkzeug und Arbeitsmaterialien schwindet nicht nur die Lust am Arbeiten, sondern es verstreicht auch wertvolle Zeit, welche Sie bereits in das jeweilige Projekt investieren könnten.
SicherheitslückenDie Sicherheit sollte bei der Einrichtung der Werkstatt im Vordergrund stehen.

Durch die falsche und unsachgemäße Lagerung von Werkzeugen steigt die Unfallgefahr. Dabei sollte auch die fachgerechte Installation von Kabeln und Steckdosen ins Auge gefasst werden.

Ordnung in der Werkstatt schaffen: So gehen Sie vor

Nutzen Sie den richtigen Raum als Werkstatt

Welche Ausmaße die eigene Werkstatt besitzen sollte, ist davon abhängig, welche Arbeiten dort ausgeführt werden sollen. Wer nur gelegentlich kleinere Reparaturarbeiten durchführen möchte, wird mit einem kleinen, abgetrennten Bereich in Keller oder Garage auskommen.

Ambitionierte Handwerker werden sich damit nicht zufriedengeben. Sollen größere Projekte verwirklicht und dabei mit Holz oder Metall gearbeitet werden, sollte die Werkstatt entsprechende Ausmaße besitzen, Bewegungsfreiheit bieten und ausreichend Platz für Ordnungssysteme zur Verfügung stellen.

Damit die Werkstatt eine gute Übersicht bietet und sich darin gut strukturiert werkeln lässt, sollten bestimmte Vorarbeiten erledigt werden. Dazu zählen die Anschlüsse für Strom und Wasser.

Damit keine langen Wege nötig sind, um die Elektrowerkzeuge in Betrieb zu nehmen, sollten die Steckdosen von der Werkbank aus gut zu erreichen sein. Da sich nicht selten mehrere Maschinen gleichzeitig in Betrieb befinden, sind mehrere Steckdosen von Vorteil. Wird viel mit Holz gearbeitet, ist ein Starkstromanschluss ratsam. Ein Wasseranschluss sollte in jeder Werkstatt vorhanden sein, sei es, um sich die Hände zu säubern oder bei Arbeitsgeräten für Sauberkeit zu sorgen.

Beginnen Sie damit, einen Raum als Werkstatt zu nutzen, der Ihnen ausreichend Platz und alle Anschlüsse bietet, die Sie benötigen. ©nacroba /123RF

Sorgen Sie für die richtige Einteilung des Raums

Den Mittelpunkt der Werkstatt stellt die Werkbank dar. Diese sollte ausreichend Arbeitsfläche und Stauraum bieten. Die meisten Werkbänke besitzen Fächer und Ablagen, wo Sie wichtige Werkzeuge und Utensilien platzieren können, die häufig gebraucht werden. Die Werkbank sollte möglichst von allen Seiten gut zugänglich sein und Ihnen den notwendigen Handlungsspielraum verschaffen.

Werkzeuge, welche häufig gebraucht werden, sollten nicht direkt auf der Werkbank untergebracht werden. Den Platz benötigen Sie als Arbeitsfläche. Auch größere und sperrige Arbeitsmaterialien sollten dort Platz finden können. Besonders praktisch sind über der Werkbank angebrachte Lochwände, welche die übersichtliche Anordnung der Werkzeuge sicherstellen und zugleich den bequemen Zugriff ermöglichen.

Abhängig vom verfügbaren Stauraum lassen sich beidseitig der Werkbank Regale oder Werkzeugschränke platzieren. Die dort gelagerten Werkzeuge lassen sich ebenfalls schnell erreichen.

Nutzen Sie in Ihrer Werkstatt ein klares Ordnungssystem

Ordnung in der Werkstatt zu schaffen, heißt zunächst für Übersicht zu sorgen. Dies gelingt Ihnen am besten, wenn die Werkstatt zunächst wirklich leer geräumt wird. Bei kleineren Werkstätten wird dies kein Problem darstellen. Größere Räumlichkeiten können auch schrittweise beräumt werden. Unterteilen Sie den Raum gedanklich in mehrere Abschnitte und schaffen in den unterschiedlichen Bereichen nacheinander Ordnung.

Ausräumen und entrümpeln sorgen für Übersicht in der Werkstatt. Es werden einige Dinge anfallen, die definitiv auf den Müll, statt in die Werkstatt gehören. Verrostete Nägel, defekte Werkzeuge, leere Dosen und Behältnisse haben in der Werkstatt nichts mehr verloren.

Ist die Werkstatt endlich leer geräumt, werden Sie sehen, welches Potential sich Ihnen bietet. Nun ist auch die Gelegenheit gekommen, einmal gründlich zu putzen, den Fußboden zu reinigen und für Durchblick bei den vorhandenen Glasflächen zu sorgen. Soll die Einrichtung komplett neu angeschafft werden, hilft eine Skizze weiter. Wichtig ist, dass sich alle häufig benötigten Werkzeuge und Utensilien möglichst einfach erreichen lassen und zentral gelagert werden.

Um System in die vorhandenen Werkzeuge und Kleinteile zu bringen, hilft es weiter, diese nach Kategorien zu sortieren. Bevor mit dem Einrichten begonnen wird, sollte die Beleuchtung überprüft werden und die Funktionsweise der Steckdosen sichergestellt sein. Auch eventuelle Schwachstellen im Werkstattboden lassen sich nun einfach ausbessern.

Bei Lochwänden handelt es sich um ein besonders beliebtes und platzsparendes Ordnungssystem, das dabei hilft, ungenutzte Flächen in der Werkstatt nützlich zu machen. ©eespace/123RF

Die wichtigsten Ordnungssystem für die Werkstatt

Eine Werkstatt ist kein Ort, welcher nach einer sterilen Ordnung und Hygiene verlangt. In der Werkstatt ist stets für Bewegung gesorgt, viele Werkzeuge werden gebraucht, Teile werden bewegt und oftmals scheint nichts mehr wirklich an seinem Platz. Ein gut durchdachtes Ordnungssystem ist das Geheimnis jeder gut strukturierten Werkstatt.

Werkzeugwagen

Werkzeugwagen sind besonders praktisch, denn sie lassen sich in Bewegung versetzen. Den Werkzeugwagen können Sie entsprechend bestücken und haben so alle für die jeweiligen Arbeitsschritte notwendigen Werkzeuge griffbereit. Dafür sind wenig Zeit und Kraftaufwand notwendig und auch in kleineren Werkstätten lässt sich damit Ordnung halten und eine flexible Arbeitsumgebung schaffen.

Ein Werkzeugwagen ist besonders dann eine Empfehlung, wenn Sie innerhalb der Werkstatt größere Strecken zurücklegen müssen oder wenn Reparaturen außerhalb der Werkstatt anstehen und Sie es vermeiden wollen, jedes Werkzeug einzeln zu transportieren.

Für die Aufbewahrung von Schrauben und anderen Kleinteilen sind Werkzeugwagen mit mehreren Fächern und Schubladen ausgestattet. Die Schubladen lassen sich meist verschließen, was einen sicheren Transport des Werkzeugs auch über unebenes Gelände garantiert. Wenn die einzelnen Schubladen beschriftet werden, ersparen Sie sich die aufwendige Suche nach den verschiedenen Bauteilen.

Die folgenden Werkzeuge gehören in den Werkzeugwagen:

  • Schraubendreher
  • Hammer
  • Cuttermesser
  • Scheren
  • Zangen
  • Sägen
  • Schraubenschlüssel

Diese Werkzeuge werden häufig gebraucht und können auch dauerhaft im Werkzeugwagen aufbewahrt werden. Werkzeugwagen können bestückt oder unbestückt erworben werden. Besitzen Sie ausreichend Werkzeug, bieten sich leere Modelle an. Wer gleichzeitig die Anschaffung von Werkzeug plant, sollte die bestückten Werkzeugwagen ins Auge fassen. Hier lässt sich häufig, gegenüber dem Einzelkauf, einiges an Geld einsparen.

Sortimentkästen

Ordnung zu halten, ist bei Schrauben, Nägeln und anderen Kleinteilen besonders wichtig. Sind diese nicht nach Abmessungen sortiert und griffbereit untergebracht, ist so manches Heimwerkerprojekt zum Scheitern verurteilt.

Für die Aufbewahrung von Kleinteilen eignen sich Sortimentskästen. Diese besitzen variabel zu positionierende Trennstege. Somit lassen sich auch besonders kleine oder auffallend lange Schrauben gut unterbringen. Diese praktischen Magazine lassen sich auch in speziellen Regalen lagern. Damit sind die Kleinteile immer griffbereit und eine Beschriftung der Sortimentskästen sorgt dafür, dass Sie die Übersicht über die Abmessungen der Schrauben oder Nägel behalten.

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Abschließbare Kommode für Elektrowerkzeuge

Die Elektrowerkzeuge sollten in der Werkstatt besonders geschützt untergebracht werden, damit die empfindliche Elektronik nicht verstaubt und die Geräte selbst nicht zu Unfallquellen im Raum werden.

Für Elektrowerkzeuge sollten Sie eine möglichst abschließbare Kommode anschaffen. Damit sind die Werkzeuge vor Schmutz und Nässe geschützt. Dies stellt die Funktionsfähigkeit Ihres Maschinenparks sicher. Auch hier sorgen Beschriftungen an den Schubladen dafür, das passende Werkzeug nicht lange suchen zu müssen.

Regale

Montieren Sie an den Freiflächen Regalsysteme, werden platzsparenden Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen. Regale können deckenhoch angebracht werden. Wobei Werkzeuge und Utensilien, die weniger gebraucht werden, auf den oberen Regalböden Platz finden.

Schwerlastregale sind für die Werkstatt ideal. Mit wackligen Holzregalen werden Sie dagegen nur wenig Freude haben. Die Böden von Schwerlastregalen sind auf eine Last von bis zu 80 Kilogramm ausgelegt. Platzieren Sie die schwersten Gerätschaften im unteren Regalbereich, geben Sie der Konstruktion zusätzlichen Halt.

Lochwände

Die Werkbank sollte frei bleiben, damit Sie entsprechend werkeln und hantieren können. Die Wand hinter der Werkbank kann mit einer Lochwand versehen werden. Lochwände bieten die verschiedensten Möglichkeiten, Werkzeug gut sichtbar und griffbereit aufzubewahren.

In den verschiedenen Stecksystemen und an diversen Haken lassen sich Hammer, Zangen, Feilen oder Schraubendreher unterbringen. Lochwände sind auch praktisch, um dort Baupläne oder Bedienungsanleitungen anzuheften oder zusätzliche Leuchtquellen unterzubringen.

Magnetleisten

Magnetleisten sind besonders für die kleine Werkstatt zu empfehlen. Indem die praktischen Leisten an Regalböden oder an der Wand befestigt werden, ist eine Unterbringungsmöglichkeit für Kleinteile wie Bohraufsätze oder Bits gefunden. Auch Zangen oder Schraubendreher bleiben an den Magnetleisten haften.

Die magnetische Rückseite macht es möglich, die Leisten auf allen metallischen Untergründen sicher zu befestigen und jederzeit ganz nach Wunsch neu zu platzieren.

Fazit

Ist die Werkstatt von Schmutz und Unrat befreit und mit passenden Ordnungssystemen ausgestattet, sollte dies auch für die Zukunft so bleiben. Dies verlangt Ihnen einiges ab, denn wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne. Ist die Arbeit beendet, sollte der Raum regelmäßig gefegt und von Staub befreit werden. Damit sollten in der gut aufgeräumten Werkstatt auch Schrubber und Besen einen festen Platz erhalten und jederzeit griffbereit sein.

Ebenso kommen die verwendeten Werkzeuge und Materialien zurück an ihren Platz. Alte Dosen und Verpackungen sowie ausgedientes Werkzeug gehören in den Müll. Neu angeschaffte Werkzeuge und Utensilien werden nicht einfach auf der Werkbank abgelegt, sondern erhalten sofort einen passenden Standort, ggf. werden Sie mit der Zeit weitere Sortierkästen, Regale oder ´Kommoden anschaffen müssen, damit die bereits geschaffene Ordnung beibehalten werden kann.

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